Die new challenge HOMEZONE-Tournee 2006 - ein Erlebnisbericht! (Teil1)
Nanu? Sieben junge Leute hüpfen wie verrückt auf einer Bühne, buntes Lichtspiel, einige Musiker ganz in schwarz stehen verhalten im Hintergrund. Eine Lichterkette wird ausgepackt, ein junger Mann tanzt mit einem Gummiweihnachtsbaum, eine Dame gleichen Alters hängt jedem Akteur eine Hawaiikette um. Die singen auch noch was? u201ELet me entertain youu2026u201C hört sich wie ein verzweifelter Hilferuf an, irgendwie. Lass mich unterhalten Dich? Ein junger Mann mit Zipfelmütze auf dem Kopf und Luftschlange um den Hals packt auf einmal die Sängerin und fordert sie zum Tanz auf. Na, ob die das schon mal davor geübt haben? Sieht nicht gerade synchron aus. Der andere Sänger übt sich gerade im Luftgitarrenspiel mit einem anderen jungen Mann, gleich liegen sie auf dem Bodenu2026 Ach ja, eine pflichtbewusste Dame hält sich dezent im Hintergrund und pustet verhalten Luftschlangen auf. Wo kommen denn auf einmal die Seifenblasen her? Und wieso steht ein Mensch mit gestreiftem Pullover und Hosenträger mit einem Regenschirm auf der Bühne? Okay, die wollen mich unterhalten u2013 na das ist ihnen schon einmal ganz gut gelungen; und dem Publikum scheint es auch ganz gut zu gefallen. Schließlich sitzt niemand mehr auf seinem Platz, wer kann bei u201ECome on, come onu201C auch noch ruhig bleiben?
u201EDie verrückteste WG seit den 7 Zwergenu201C ist bei Weitem nicht übertrieben. Denn gerade wenn die WG-Bewohner Rena, Sandra, Paul, Ben und Kühlschrank-Peter den Geburtstag ihrer Ordnungsliebhaberin Rena feiern, rockt der Saal. Oh ja u2013 Feiern, das können sie. Allen voran Ben, der Partylöwe. Mit ihm versteht sich Paul (gleichzeitig auch Erzähler des Stücks) wie blind und gemeinsam sind sie für jeden Spaß zu haben. UNO-Karten auf dem Boden? Zeitungen nicht aufgeräumt? Nur Pizza im Kühlschrank? Kein Problem, geht es schließlich frei nach dem Motto: u201ELeb, wie du dich fühlst!u201C Rena hat damit allerdings so ihre Schwierigkeiten und zerstört eine ums andere mal die liebliche Idylle: u201EOrdnung muss sein. Alles hat seinen Platz!u201C So richtig überzeugen kann sie damit allerdings niemanden u2013 auch Sandra, die bessere Hälfte von Ben, lässt sich nur unter großem Protest in den Putzplan eintragen. Kühlschrank-Peteru2026 u201Edas ist ein Typ, den wohl nie jemand so richtig verstehen wird!u201C, ist Paul sich sicher u2013 Peter scheut den Kontakt mit den anderen und trinkt am liebsten Milch, that's it!
So glücklich die Fünf scheinen u2013 eigentlich hat jeder sein eigenes Problem; Rena stirbt am Ende an Bulimie, Paul ist der Meinung, dass er sich nicht so geben kann, wie er ist und die anderen ihn gar nicht so recht kennen. Sandra beendet die Beziehung zu Ben, als er ihr beichtet, dass er einen One-Night-Stand hatte, und fängt mit vielen verschiedenen Typen etwas an, das verletzt Ben u2013 doch beide lieben sich eigentlich noch. Als er dann aber hintenrum erfährt, dass Sandra angeblich schwanger sei, bricht für ihn die Welt zusammen und er bringt seinen ganzen Zorn vor Gott! Hat er ihm nicht vertrauen können, wo ist er denn? Von einer Bibelstelle ermutigt, kann er dennoch u201Eweiter glaubenu201C. Die ganze Show mündete nach 2 Stunden dann in einen Aufruf, dass es bei Gott eine u201EHomezoneu201C gibt, bei der jeder so sein darf, wie er ist. Egal ob Augsburg, Winterthur, Herblingen oder Langenhagen u2013 Spaß haben die Akteure alle mal, und nicht nur das.
Bis es soweit war, verwandelte sich die new challenge-Crew zur großen Sommer-WG: Der 40-Mann/Frau-Tross logiert im CVJM-Heim in Rodenroth zur Übungswoche. Dort wird eifrig getanzt, gesungen, gespielt und geschauspielert u2013 so lange, bis der Arzt kommtu2026 Pardon: Bis der Coach genug gesehen hat. Die Tage sind voll mit Proben, werden allerdings lecker garniert mit gutem Essen. Getreu dem Motto: u201EWer viel arbeitet, hat auch viel Hunger!u201C zaubert das Küchenteam herzhafte und satt machende Gerichte. Fast so gut wie bei Mama u2013 fastu2026 Heimweh kommt bei den Wenigsten auf, dafür fehlt schlichtweg die Zeit: Neben geistigen Inputs von Anne und den Proben der einzelnen Bereichen treffen wir uns jeden Mittag um Zwei u2013 dann ist Praystation angesagt. Gemeinsam für die Vorbereitungen in den Veranstaltungsorten beten ist wichtig und tut auch der Truppe gut. Wer noch nicht genug hat, trifft sich abends nach dem letzten Programmpunkt noch zu einem Spaziergang oder lässt sich von Haarstylistin Rebekka neu frisieren. Der Tipp für alle Neu-ncler: Wenn Bandcoach Matze auftaucht u2013 lieber schnell das Licht ausmachen und so tun, als ob man schlafen würde! Sonstu2026
Überlebt hat die Zeit jeder u2013 wir freuen uns, so viele Menschen zu treffen, die genauso verrückt sind, wie wir selbst; das schweißt zusammen! Eine Oase - der Mittwoch: Ausschlafen (bis 10:30 Uhr u2013 und dann auch nur freiwillig!) und dann ein leckeres Brunch genießenu2026 Wow! Das Backstage-Team versucht jeden Wunsch von der Lippe abzulesen und fährt hin und wieder in den Supermarkt: Nicht selten gibt es extravagante Dinge zu besorgen u2013 so langsam fangen sie an, die Starallürenu2026 Nach über 40 Stunden gemeinsamen Proben kommt der Tourtross in Schwung und die WG macht sich auf, Menschen für Gottes Reich zu begeistern. Wer seine Rolle jetzt noch nicht beherrschtu2026 - wird netterweise trotzdem mitgenommen!



